Zurück in den Körper

5 somatische Übungen für Sicherheit, Präsenz und gesunde Grenzen

Körper und Geist sind nicht voneinander zu trennen.
Die grundlegendste Sache auf dem Weg zurück zu sich selbst ist das Erlernen von Körperwahrnehmung. Viele Menschen sind von ihrem Körper abgeschnitten. Diese Form der Abspaltung ist so verbreitet, dass sie fast schon gesellschaftlich normal geworden ist.

Oft wird der Körper vor allem als etwas erlebt, das funktionieren und bestimmten Vorstellungen entsprechen soll. Er soll leistungsfähig sein, gesund wirken und „gut“ aussehen. Gleichzeitig fehlt vielen Menschen der lebendige Kontakt zu ihm. Wir bewohnen unseren Körper nicht mehr wirklich, wir füllen ihn nicht mehr mit unserer Präsenz. Er ist nicht zu einem vertrauten inneren Ort geworden, sondern eher zu etwas, das im Alltag einfach mitlaufen muss.

Dadurch entgehen uns viele wichtige Informationen. Unser Körper sendet uns fortlaufend Signale: Hinweise auf Anspannung, Überforderung, Erschöpfung, Bedürfnisse, Grenzen oder auch Sicherheit und Wohlbefinden. Damit wir diese Signale wahrnehmen und einordnen können, brauchen wir Körperwahrnehmung.

Hier kommt die Interozeption ins Spiel: die Fähigkeit, Körperempfindungen wahrzunehmen und benennen zu können. Wenn dieser Zugang nur wenig ausgeprägt ist, werden Warnzeichen oft übergangen oder gar nicht bemerkt. Dann kann es geschehen, dass wir immer wieder über unsere Grenzen gehen, Belastung zu spät erkennen und uns selbst in Zustände von Überforderung hineinbewegen.

Körperwahrnehmung ist deshalb eine wesentliche Grundlage für Selbstregulation. Erst wenn ich spüre, was in mir vorgeht, kann ich angemessen auf mich reagieren. Ohne diesen Kontakt zum Körper fehlt oft die Basis, um in einen regulierten, sicheren und präsenten Zustand zu finden.

Manche Menschen entwickeln diesen Zugang erst langsam wieder. Besonders dann, wenn Körperwahrnehmung lange wenig verfügbar war, kann sie sich über sichere Beziehung, Resonanz und Spiegelung neu aufbauen — zum Beispiel in einem therapeutischen Setting. Gleichzeitig können auch kleine, achtsame Übungen im Alltag helfen, den Kontakt zum eigenen Körper Schritt für Schritt zu vertiefen.

Dieses Workbook ist eine Einladung dazu, genau diesen Weg zu beginnen: weg vom reinen Nachdenken über sich selbst und hin zu einem bewussteren Spüren, Erleben und Wahrnehmen.

Was dich in diesem Workbook erwartet

In diesem kostenfreien Auszug findest du 5 somatische Übungen, die dich dabei unterstützen,

  • wieder mehr mit deinem Körper in Kontakt zu kommen,
  • Körperempfindungen bewusster wahrzunehmen,
  • Sicherheit und Präsenz zu stärken,
  • eigene Grenzen früher zu erkennen
  • und einen achtsameren Umgang mit dir selbst zu entwickeln.

Die Übungen sind alltagsnah, sanft und so aufgebaut, dass sie dich Schritt für Schritt in eine bewusstere Verbindung mit deinem Körper führen können.

Für wen dieses Workbook gedacht ist

Dieses Workbook ist für dich, wenn du das Gefühl hast,

  • oft eher „im Kopf“ als im Körper zu sein,
  • Warnzeichen von Überforderung zu spät wahrzunehmen,
  • dich nach mehr innerer Ruhe, Stabilität und Selbstkontakt zu sehnen,
  • oder lernen möchtest, deine Grenzen klarer zu spüren und zu wahren.

Es geht dabei nicht um Leistung oder darum, etwas „richtig“ zu machen.
 Es geht um einen freundlicheren, bewussteren Zugang zu dir selbst.

Adresse

Eveline Müller
Praxisgemeinschaft Z44
Zollikerstrasse 44
8008 Zürich

Öffnungszeiten

MO       09:00 – 16:00

DI          09:00 – 16:00

MI         09:00 – 12:00

DO        09:00 – 18:30

FR          09:00 – 18:30